The big blue
Buch: S c h w e r t e r - S c h a t t e n - Zur Lage der Welt -

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Georg Hutter

S c h w e r t e r - S c h a t t e n

Aufzeichnungen und Gedanken aus dreißig Jahren

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Der Titel beruht auf einem Zitat von Mohammed:

„Das Paradies ist unter dem

Schatten der Schwerter(…).“

Das Buch besteht aus 450 Aphorismen, wobei der letzte gleichzeitig

auch der längste ist und dem Autor am meisten bedeutet! -

Als Leseprobe kann nachfolgender Aphorismus

nachgedruckt und vervielfältigt werden:

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450.

Zur Lage der Welt

Das Leben auf der Erde befindet sich in einer viel bedrohlicheren Situation, als den meisten Politikern und Wissenschaftlern bewusst ist. Diese Bedrohung verschärft sich noch durch die Tatsache, dass die große Gefahr bisher nur von den Wenigsten erkannt wird und dadurch keine oder nur unzureichende und zu spät wirkende politische Gegenmaßnahmen zur Lösung und Gefahrenabwehr ergriffen werden können.

Diese überaus lebensbedrohliche Grundgefahr erwächst paradoxerweise gerade aus der ungeheuer erfolgreichen Entwicklung und enormen Macht- und Kraftentfaltung des Menschen durch die Wissenschaft und Technik im Verlauf der vergangenen zweihundertfünfzig Jahre in der v e r h ä n g n i s v o l l e n Verbindung und Kombination mit den bisher größten u n d stetig schneller mächtiger werdenden Kräften und Mächten der Welt – den einzelnen Völkern und Staaten.-

Bereits zu Beginn dieser welthistorischen Zäsur e r k a n n t e und bezeichnete Johann Wolfgang von Goethe das gewaltige Kraftpotential des Menschen:

Vernunft und Wissenschaft,

des Menschen aller höchste Kraft.“

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde den Denkern immer deutlicher die wachsende Bedeutung und gewaltig gestiegene Macht der Technik bewusst - die ihrem Wesen nach angewandte Wissenschaft ist - so dass sie sogar geneigt waren, sich eigens für diese bedeutsame Beziehung von Mensch und Technik um neue Begriffe und Bezeichnungen zu bemühen.

Der Vorschlag von Martin Heidegger, bei dieser essentiellen Verbindung ähnlich zu verfahren wie bei dem Wort „Gesetz“ - dem das Verb „setzen“ zugrunde liegt - und nun statt „setzen“ das Verb „stellen“ als Ausgangswort zu nehmen und jetzt von „Ge-stell“ zu sprechen, ist zwar verstandesmäßig nachvollziehbar und offenbart die geradezu schicksalhafte Relation einer Gesetzmäßigkeit, war sprachlich jedoch leider ein gravierender Fehlgriff, weil die meisten Deutschen mit dem Wort „Gestell“ bereits eine Art von „klapprigem Kellerregal“ assoziieren.

Der spanische Philosoph José Ortega y Gasset widmete sich in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts dieser Fragestellung und veröffentlichte seine Gedanken dazu in seinen „Betrachtungen über die Technik“ im Jahre 1940. In seinen Überlegungen konzentriert er sich mit kühnem Griff speziell auf die zusätzliche Energiegewinnung und Kraftentfesselung durch die Maschinen und sieht daher folgerichtig den Anfang dieser gewaltigen Entwicklung in der mehr als hundert Jahre beanspruchenden Erfindung und Verbesserung der Dampfmaschine ab 1650.

Nach der entscheidenden Verbesserung des Wirkungsgrades der Dampfmaschine von s e c h z i g Prozent im Jahre 1769 durch James Watt waren bereits am Ende des 18. Jahrhunderts immer mehr Dampfmaschinen im Einsatz, deren jeweilige Leistung etwa vier bis sechs Pferdestärken entsprach. Ab diesem Zeitpunkt, diesem entscheidend wichtigen Watt-Momentum, startete dann der g r o ß e Siegeszug.

Die mit Dampf angetriebenen Maschinen nahmen infolge zusätzlicher Innovationen von Jahr zu Jahr immer s c h n e l l e r an Zahl, Kraft u n d Einsatzmöglichkeiten zu und das gewaltige - alle Vorstellungen, Hoffnungen und Erwartungen weit übertreffende - Industriezeitalter nahm seinen Lauf.

Dieses damals einsetzende industrielle Zeitalter ist von einem so neuen, bahnbrechenden und einschneidenden Charakter – v o l l e r ungeheuer mächtiger Innovationen und Implikationen, die in einem immer schnelleren u n d beschleunigteren Tempo auftreten, ja sich sozusagen e r e i g n e n, dass wir diese wachsende Entwicklungsbeschleunigung, die Akzeleration, seither als d e n

eigentlichen und bestimmenden Wesenszug aller Epochen danach erkennen und anerkennen müssen.

Dieser grundlegende und vor allem zukünftig immer stärker hervortretende Charakterzug führt beispielsweise zu dem

z e i t v e r z e r r e n d e n Eindruck, dass wir Napoleon eher als einen Zeitgenossen von Cäsar als von uns betrachten, bzw. empfinden. -

In der längsten Zeit der menschlichen Entwicklung war der Mensch allein auf seine Muskelkraft angewiesen, bis er vor etwa zehntausend Jahren das Rind und vor etwa sechstausend Jahren das Pferd domestizierte. Allein durch diesen Kunstgriff gelang ihm allmählich und langsam, im Verlauf von vielen Jahr-hunderten, eine Verzehnfachung seines allgemeinen Krafteinsatzes, denn allein schon die Kraft eines Pferdes entspricht etwa der von zwölf kräftigen Menschen.

Aufgrund dieser Gleichung haben die Historiker, laut Ortega y Gasset, in den dreißiger Jahren ermittelt, dass sämtliche Kulturen bis zum Einsatz der Dampfmaschinen, von den Windmühlen im Mittelalter einmal abgesehen, lediglich über ein jeweiliges menschlich-tierisches Kraftpotential von vierhundert – bis sechshunderttausend Pferdestärken bezüglich jedes einzelnen Kulturraumes verfügten.

Diese damalige Annahme und Berechnung hat sich leider aus heutiger Sicht als gravierend falsch herausgestellt und muss in Wahrheit mit einem Faktor bis zu hundert multipliziert werden, weil nach neueren und exakteren Populations - Schätzungen schon allein vor zweitausend Jahren etwa 300 Millionen Menschen auf der Erde lebten - davon knapp 60 Millionen im Römischen Reich und etwa 75 Millionen im Chinesischen Reich - und sich die Weltbevölkerung bis vor fünfhundert Jahren sogar auf 500 Millionen erhöhte und von da an immer schneller anstieg.

Lediglich mit diesem, aus heutiger Sicht, relativ bescheidenen und begrenzten Kraftpotential je Kultur – von nun korrigiert auf zwanzig bis fünfzig Millionen Pferdestärken, mit der darin enthaltenen menschlichen Arbeitskraft - wurden alle Errungenschaften und Leistungen, angefangen von den ägyptischen Pyramiden und den baulichen Weltwundern anderer Kulturen, sowie  a l l e s   a n d e r e  von menschlicher Hand auf der Erde Erzeugte und Bewirkte – all die Städte, Gebäude, Straßen, Kanäle, Kriege, Kunstwerke etc. - bis hin zur Chinesischen Mauer in die Welt gesetzt, sowie alle anderen menschlichen Aktivitäten, Handlungen und Leistungen im Guten wie im Schlechten vollbracht.

Aufgrund der - seit dem Dampfmaschineneinsatz nun stark gestiegenen und sich zunehmend beschleunigenden - technischen Energieerzeugung sowie dank des zunehmend vielfältigeren Einsatzes von Millionen und Abermillionen Maschinen wurde bereits zu der Zeit von Ortega y Gasset für das Jahr 1940, trotz Bevölkerungszunahme auf zweieinhalb Milliarden Menschen, ein Kraftzuwachs mit einem dreitausendfachen Faktor p r o Person errechnet, der nun aufgrund der neueren Datenlage nach unten korrigiert werden müsste, aber immer noch staunenswürdig hoch bliebe, w e i l  seither noch bis dahin außer Acht gelassene Faktoren des maschinellen Machtzuwachses hinzukamen!

Obwohl sich die Weltbevölkerung wiederum seit 1940 fast verdreifachte und heutzutage auf mehr als sieben Milliarden anstieg, hat sich der Kraftzuwachs von damals bestimmt noch einmal pro Person weit m e h r als verzehnt - oder gar schon verzwanzigfacht - infolge der vielen technischen Innovationen, so-wohl in der Erzeugung von Energie – beispielsweise durch die seit 1956 existierenden Kernkraftwerke, von denen zur Zeit mehr als vierhundert weltweit in Betrieb sind, sodann durch mehrere tausend zusätzliche und leistungsfähigere Kohle- und Gaskraftwerke sowie die mehr als tausend größeren Wasserkraftwerke - als auch infolge des sehr stark erhöhten Maschineneinsatzes in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens.

So ist es zunehmend selbstverständlicher geworden, dass ein PKW mit mehreren Dutzend bis zu mehreren hundert Pferdestärken ausgestattet ist. Nun ist die Milliardengrenze der auf der Welt fahrenden PKW bereits im Jahre 2010 überschritten worden, während 1950 lediglich 53 Millionen Fahrzeuge existierten.

Es fand also allein in diesem Bereich eine Steigerung von mehr als 2000 Prozent von 1950 bis heute statt.

Schauen wir jetzt auf die eigentlich beunruhigende Zahl bezüglich des Automobils: jährlich kommen zur Zeit weltweit knapp 80 Millionen neue PKW 

h i n z u  mit selbstverständlich steigender Tendenz!

Allein diese jährlich sich steigernde geballte Kraft auf vier Rädern im privaten Bereich entspricht sieben bis zehn Milliarden Pferdestärken. -

Zudem werden immer mehr Super - Tanker und - Schiffe gebaut, die mühelos mit der Energieerzeugung von einer Stadt mit hunderttausend und mehr Einwohnern konkurrieren können.

Gleichzeitig werden weltweit immer mehr und immer größere Kraftwerke gebaut, um den stetig wachsenden Energiehunger zu decken, so dass ein gigantisches Wasserkraftwerk, wie der Drei-Schluchten-Staudamm, so viel Energie erzeugt, wie einer ganzen ehemaligen Kultur insgesamt zur Verfügung stand – und darüber hinaus.-

Man stelle sich für einen Moment, im Bild und Gleichnis gesprochen,

e i n e n Menschen vor, gemäß dem bekannten Bild von Hobbes` Leviathan, der sozusagen über Nacht - denn etwas mehr als zwei Jahrhunderte sind selbst nach menschlichem Maß relativ kurz und überschaubar - v i e l e hundert Male größer, stärker und mächtiger geworden ist, als er noch vor kurzem war.

So ein Kraftprotz wird sich sehr plump, unbeholfen und ungeschickt bewegen angesichts dieser enormen Machtsteigerung in so kurzer Zeit und mit und ohne Absicht eine Vielzahl von gewaltigen Veränderungen und Konsequenzen verursachen, von denen leider auch zahlreiche ein hohes und gewaltiges Zerstörungspotential aufweisen.

Wenn solch ein menschliches Kraftungeheuer, um im Bilde zu bleiben, beispielsweise beabsichtigte, lediglich eine Tür zu öffnen, r i s s e es dabei versehentlich das ganze ´H a u s  d e s  S e i n s` ein.-

Diese mehr als sieben Milliarden der heute lebenden Menschen stammen aus mehreren hundert Völkern, die in etwa zweihundert relativ unabhängigen und souveränen Staaten leben und durch sie mehr oder weniger gut repräsentiert werden.

Während die Politiker und die meisten Staatsrechtler der Ansicht sind, dass ein Volk und der Staat in der Regel und in der Mehrzahl der Fällen identisch seien oder zumindest der Staat die adäquate Stimme und der Wille des Volkes sei, betrachtet das Volk diese anmaßende und überhebliche Gleichsetzung mit Misstrauen – und es empfindet und „denkt“:

>Sowohl der gerade existierende Staat selbst als auch seine

temporären jeweiligen Regierungen kommen und gehen,

während  i c h   b i n - bereits vorher da war u n d bleibe!<

Wir können also mit großer Gewissheit davon ausgehen, dass die größten und gewaltigsten auf der Erde waltenden Machtgebilde und Machtfaktoren bisher die einzelnen Völker waren und sind.

Was ist also ein Volk?

Nietzsche gibt folgende Definition:

Wenn Menschen lange unter ähnlichen Bedingungen

(des Klimas, des Bodens, der Gefahr, der Bedürfnisse, der Arbeit)

zusammen gelebt haben, so entsteht daraus Etwas, das „sich

versteht“, ein Volk.

Deshalb verstehen sich die Menschen Eines Volkes besser unter

einander, als Zugehörige verschiedener Völker, selbst wenn sie

sich der gleichen Sprache bedienen; (…)“

Jedes existierende Volk ist also die Verkörperung eines l a n g s a m gewachsenen und sich nur allmählich wandelnden – in der Form eines ungeheuer machtvoll handelnden und in die Welt ausgreifenden Willens oder - sachbezogen formuliert – Wertesystems.

Aus psychologischer Sicht sind die einzelnen Familien, Gruppen und Verbände die kleineren Gebilde und das d a r a u s  sich zusammensetzende Volk jeweils die größte Verkörperung des Herdeninstinktes b i s h e r auf der Erde. -

Auf diese Weise sind alle Völker auf der Erde entstanden und befinden sich gemäß ihres egoistischen und herrischen Wesens in einem rohen und wilden Naturzustand sowie in einem viele Jahrhunderte währenden Wettstreit nach mehr Einfluss und Macht und nach einem größeren Platz an der Sonne! -

Ruhiger und tiefer Akt der höchsten Besinnung:

M i t  d e n  e n o r m  g e s t i e g e n e n  u n d  v o n  J a h r  z u J a h r

i m m m e r k r ä f t i g e r u n d s t ä r k e r w e r d e n d e n t e c h -

n i s c h e n  W e r k z e u g e n u n d  M a c h t m i t t e l n wird dieser

rohe, brutale, blutrünstige, gesetzlose, „kannibalische“ und skrupellose

K o n k u r r e n z k a m p f  d e r  V ö l k e r u n d d e r etwa 2 0 0

S t a a t e n  u n t e r e i n a n d e r u n d g e g e n e i n a n d e r i n

z u n e h m e n d e m  M a ß e  m ö r d e r i s c h e r u n d f o l g l i c h

f ü r d i e  G r u n d l a g e d e s  L e b e n s a u f d e r  E r d e  i m -

m e r g e f ä h r l i c h e r, k a t a s t r o p h a l e r und - aussichtsloser! -

B i t t e „Seht mir doch mit e r l e u c h t e t e n Augen hin!“ - F. N. -

als die um die Erde in ihrer Ganzheit sich kümmernden und sorgenden

F r e u n d e  d e s  L e b e n s“! - F. N. -

Weiterhin ist jedes der einzelnen Völker, wie schon angedeutet, seinem Wesen nach in extremer Weise von sich eingenommen und überzeugt und in einer geradezu das Leben auf der Erde in seiner Einheit bedrohenden u n d gefährdenden Art kurzsichtig und dumm-

e g o i s t i s c h! -

Die Grundüberzeugung eines jeden Volkes, das auf einem mehr oder weniger großen Territorium oder in einem Staat auf der Erde lebt, kommt im folgenden Sinne zum Ausdruck:

>W I R sind s t a r k… W I R sind m u t i g… W I R sind k l u g…

WIR sind das a u s e r w ä h l t e Volk…WIR sind die Söhne Gottes…

WIR sind die eigentlichen und wahren Menschen etc. <

Und der eigentliche Sinn der Hymne eines j e d e n Volkes - ganz gleich

und i m m e r gültig, ob es sich dabei um den Lobgesang von Frankreich, Deutschland, Russland oder sonst einem Land handelt, lautet:

>Ach schaut, wie wunderschön m e i n e Heimat ist,

mein Land, mein g e l o b t e s Land ü b e r alles,

über a l l e s in der Welt.<

Gerade der Sinn und die Intention der beiden letzten Zeilen offenbart sehr deutlich und eindringlich die Kurzsichtigkeit, Dummheit u n d explosive Gefährlichkeit für das Leben in seiner Gesamtheit auf der Erde: hier wird tat-sächlich intendiert und letztlich auch geraten u n d gefordert, wenn es wirklich darauf ankommt, für einen Teil das Ganze – für ein begrenztes Territorium die ganze Erde - zu o p f e r n. -

Da stehen sie nun – die Menschen aus ihrem jeweiligen Volk -

ihre rechte Hand am Herzen – und singen ergriffen und oft unter

Tränen das Hohelied i h r e s Volkes. -

N o c h existieren erst ganz wenige sehr begabte, geistig hochentwickelte und gleichzeitig tief fühlende Menschen, in denen nicht immer noch die Stimme ihres Volkes in ihrem Blute rauscht und raunt, besonders in dem Moment und Fall, wenn ihr Volk und Vaterland sich in großer Gefahr befindet und in seiner Existenz bedroht wird.-

Jetzt begreifen wir immer mehr diese fundamentale Tatsache, dass die Völker und Staaten, in dem bereits ausgeführten, dargelegten und erklärten Sinne, die größten und gewaltigsten, aber auch – die gefährlichsten, j a - die lebensgefährlichsten Machtfaktoren auf der Erde sind.

Der seinem Wesen nach stärkste Konkurrent des Herdentriebes ist der noch relativ junge Individualtrieb, der die längste Zeit in der Entwicklung des Menschen ein marginales unscheinbares Schattendasein, mit einem schlechten Gewissen behaftet und belastet, geführt hat.

Ein starker Individualtrieb f o r d e r t vom einzelnen Menschen eine gründliche Besinnung und Klarheit darüber, was ihm s e l b s t und ursprünglich wichtig und wesentlich ist, und der sich im Gegenzug weitestgehend von den unzähligen durch die Herkunft, Religion und Erziehung aufoktroyierten Inhalte

b e f r e i t. -

Dieser Individualtrieb fordert gleichzeitig eine deutliche Distanz zu dem bisher alles dominierenden Drang zu seinem Volk und seiner Nation.

Er fordert von ihm weiter, mit immer mehr Kraft, je stärker er sich entwickelt, beiseite zu gehen und seinen e i g e n e n Weg zu suchen und zu beschreiten. Dabei erkennt er auch immer deutlicher und klarer nicht nur die Macht und Schönheit der einzelnen Völker – dieser überaus prächtigen tausend Jahre alten Urwaldriesen = „Ach, mein Russland, du bist schön beim vertrauten Klang der Balalaika“ und „Süße Heimat, Land des Segens, Land der Fülle und der Kraft“ -

s o n d e r n auch ihre große potentielle und reale immer schneller wachsende Gefahr für das Leben auf der Erde, solange sie wie bisher ungebunden und o h n e eine wirksame Kontrolle auf der Welt agieren und w ü t e n!

Ein Mensch, der diesen schweren, viel Kraft kostenden Weg m u t i g und meist im Widerspruch zu seiner Familie und Umgebung g e w a g t hat zu gehen, wird von den g r ö ß t e n und maßgebenden Denkern und Dichtern aller Zeiten und Zonen mit dem Ehrentitel „f r e i e r

G e i s t“ bezeichnet u n d ausgezeichnet.

Diejenigen, die ihm diesen Ehrentitel verleihen, wissen, was er bedeutet und w e r t ist, weil sie selbst zu denen gehören, die diesen individuellen und

e i n s a m e n Weg einmal gegangen sind und sich gerade auf i h m zu dem entwickelt haben, was sie nun sind:

ein selbstständig denkendes und urteilendes f r e i e s „Individuum“,

d a s - über das eigene „I c h“ und das „D u“ hinaus  u n d  hinauf -

immer  k o s m i s c h e r empfindet. - -

Die Völker - diese äußerst egoistischen Machtgebilde, die mehr oder weniger repräsentiert werden durch die zweihundert Staaten, werden nun gerade durch diese phänomenalen Fortschritte und diese erstaunlichen, an das Wunderbare grenzenden Errungenschaften der wissenschaftlich - technischen Revolution von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr immer kraftvoller und mächtiger!

Diese ständig wachsenden und stärker werdenden zweihundert staatlichen unverantwortlichen und rücksichtslosen U n g e h e u e r treten wie seit je her gegeneinander in e i n e r „Arena“ an: auf unserer einzigartigen, schönen und g e m e i n s a m e n Erde, die aber nicht nur den Menschen, sondern a l l e n Lebewesen „g e h ö r t“ und nicht nur den gegenwärtig lebenden, s o n d e r n auch den jeweiligen Generationen von Lebewesen der Zukunft! -

Bei diesen entfesselten Konfrontationen und Konkurrenzkämpfen der Staaten, die gewohntermaßen nur auf ihren kurzzeitigen Gewinn und Vorteil bedacht sind, gibt es noch keine gültigen, verlässlichen und verbindlichen Regeln und rechtsverbindlichen Gesetze und vor allem keinen Schiedsrichter o d e r eine adäquate Instanz und Organisation, die die wenigen bereits existierenden Kooperationsregeln für die Staaten durchzusetzen in der Lage wären und bei

Zuwiderhandlungen sanktionieren könnte.

Auf diesem Wege, wo alle Staaten und Völker mit einer unbändigen Gier nach einem immer höheren Wirtschaftswachstum und Bruttosozialprodukt behaftet sind, beuten wir Menschen, wie von einem Wahnsinn getrieben, die Erde hemmungslos und ohne Rücksicht aus und verschmutzen dabei zusätzlich Boden, Luft und Wasser, ohne die notwendige und dringend erforderliche

Verantwortung, für das Leben insgesamt auf unserem blauen Planeten und für dessen Zukunft zu sorgen!-

So braucht es auf Sicht von nur wenigen Jahrzehnten nicht einmal einen katastrophalen, nuklear ausgetragenen Weltkrieg zu geben, um bei diesem breiten, umfassenden sowie tief wirkenden, ungeheuer zerstörerischen Entwicklungsverlauf die g e s a m t e Lebensgrundlage der Erde gründlich und unwiderruflich zu r u i n i e r e n. -

W i r als Freunde des Lebens erklären hiermit all d e n Staaten mit ihren Firmen und Konzernen den Krieg, die in einer groben und fahrlässigen Weise unsere gemeinsam bewohnte Erde zerstören und sprechen den Staaten entschieden und resolut das Recht ab, so zu agieren wie bisher und weiterhin so verantwortungslos zu verfahren, als ob es  k e i n Morgen mehr für das Leben auf der Erde gäbe. -

A b e r Vorsicht! N i c h t – nieder mit den Nationen und ihren in ihrem Dienst befindlichen jeweiligen Konzernen, denn das käme dem Versuch gleich, die größten und mächtigsten Gebilde einfach nur zu zerstören!

Abgesehen davon, dass so ein Versuch sehr wenig Aussicht auf Erfolg und Verwirklichung hat, ist entscheidend, dass so einem Wahnsinn und so einer grandiosen Dummheit und Vermessenheit – einfach das kostbarste „Kind mit dem Bade ausschütten zu wollen“ - die besonnenen, maßvoll abwägenden, starken und vernünftigen Verbündeten unter den Menschen f e r n bleiben und im Gegenteil ein solches Projekt, mit uns im Bunde, bis aufs Blut bekämpfen würden!

Es wäre wünschenswert und gut, wenn wir einen anderen

erfolgversprechenderen und lebensbejahenderen Weg wählten!

Idealtypisch betrachtet, wäre die schon jetzt langsam im Entstehen begriffene Menschheit - die sich aus allen existierenden Völker und Staaten zusammen-setzt – die höchste und umfänglichste Verkörperung des Herdeninstinktes auf der Erde.

Erst aufgrund einer großen, gewaltigen und erhabenen, viele Jahrhunderte umfassenden Aufgabe, an deren Verwirklichung vor allem die freien Geister und einsichtigen Menschen aus den einzelnen Staaten, sowie die Staaten selbst, ü b e r z e u g t und begeistert von dieser größten Unternehmung des Menschen teilnehmen, wodurch sie gebunden und zusammengeschweißt werden, kommt es zur Bildung dieser umfassenden Gestalt der Menschheit! -

Auf diesem langwierigen und mühevollen Weg entsteht in einer fernen Zukunft die größte und umfänglichste menschliche Macht auf der Erde, die mit der höchsten Verantwortung u n d Sorge für das Leben aller Lebewesen  u n d  deren Zukunft auf Erden ausgestattet ist! -

Diese Vision von Jahrtausenden verdichtet Friedrich Nietzsche in dem einfachen Satz:

„Sobald der Mensch

v o l l k o m m e n  d i e  M e n s c h h e i t  i s t,

b e w e g t  e r  d i e  g a n z e  N a t u r.“

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A b e r – kehren wir zurück zur Gegenwart. Selbst dann, wenn für die genannten und angedeuteten Probleme technische Lösungen vorlägen, wären diese dennoch bei der auf der Erde herrschenden, weitestgehend im Naturzustand sich befindenden Staatenkonstellation nicht weltweit und wirksam politisch durchsetzbar.

Erst in dem Moment, in dem eine Art Erdregierung sowie ein globaler staatlicher Rahmen existieren, können die globalen Probleme mit einer gewissen Erfolgswahrscheinlichkeit angepackt werden.

Alle Einsichtigen und Verständigen stimmen also darin überein, dass die schwerwiegenden und großen globalen Probleme n u r unter der Voraussetzung wirkungsvoll gelöst werden können, wenn eine weltweit handelnde staatliche Macht existiert, die einen globalen für alle Staaten verbindlichen Handlungsrahmen vorgibt u n d durchsetzt.

Aber über den jeweiligen Weg, der zu einer handlungsfähigen Erdregierung oder einem Weltstaat führt, der die Partikularinteressen der einzelnen Staaten bändigt und bündelt, herrschen unter ihnen große Meinungsdifferenzen.

Bisher liegen im Wesentlichen drei Vorschläge zur Erreichung dieses lebens-  u n d überlebenswichtigen globalen politischen Zieles auf dem Tisch:

a). Der Weg über die UNO

(gemäß einem Vorschlag von I. Kant)

b). Der Weg über die Vereinigung der Kirchen und Religionen

(nach C. F. von Weizsäcker)

c). Der Weg über ein langsam sich bildendes und erweiterndes Haus Europa in Kombination mit einer weltweit aus vielen freien Geistern sich zusammen-setzenden und tätigen „Partei der Freunde des Lebens“ - basierend auf europäischem Recht und Boden (F. Nietzsche)

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Zu Punkt a:

Die Gründung und Existenz der UNO – die auf einen Vorschlag von Immanuel Kant zurückgeht, den er in seinem Buch „Vom ewigen Frieden“ im Jahre 1795 unterbreitete – mit ihren zahlreichen Unter- und Nebenorganisationen möchten wir auf  k e i n e n  Fall missen und auch bestimmt nicht auf ihre überaus nützliche Arbeit und ihre zahllosen konstruktiven Aktivitäten verzichten, a b e r auf der Suche nach einem realistischen Weg zu einem weltweiten staatlichen Rahmen betrachten wir sie als vollkommen ungeeignet und unzulänglich.

Die fast 200 in der UNO mehr oder weniger gut kooperierenden Staaten befinden sich in Wahrheit und Wirklichkeit in einem archaischen Naturzustand.

Jeder Staat hat seine eigenen ursprünglichen Interessen und Probleme und seinen spezifisch ausgeprägten Willen, der sich nur in den seltensten Fällen in Übereinstimmung mit dem Willen und den Interessen anderer Staaten bringen lässt. -

Schon an einem aussagekräftigen Beispiel lassen sich sehr deutlich die auftretenden Meinungsverschiedenheiten und Probleme erkennen und belegen, wie schwierig, langwierig und oft unmöglich es ist, zu einem Kompromiss zu gelangen. Dies gilt selbst für den Ausnahmefall, wo alle Staaten einen Beschluss oder Vertrag unterzeichnen. Wer oder welche Institution garantiert, dass die relativ unabhängigen Staaten sich auch wirklich an ihr Versprechen halten!-

Die seit 1992 jährlich stattfindenden Klimakonferenzen mit ihren mühsam errungenen kümmerlichen und bei weitem unzureichenden Resultaten sowie der fehlenden Sanktionsgewalt den Staaten gegenüber, die sich nicht an die beschlossenen Vereinbarungen und Verträge halten, zeigen in Kürze und im Kern, wie langwierig und schwierig und auf lange Sicht letztlich ineffektiv und zum Scheitern verurteilt dieser Weg ist, da uns nicht noch viele Jahrhunderte Zeit verbleiben zur Errichtung des dringend erforderlichen globalen staatlichen Rahmens.

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Zu Punkt b:

In seinem Buch „Die Zeit drängt“ aus dem Jahre 1986 fordert Carl Friedrich von Weizsäcker ein bedeutend schnelleres und gründlicheres Vorgehen, als es mit der UNO zu verwirklichen ist, angesichts der sich verschärfenden Problemlage und befürchtet, dass der Punkt ohne Wiederkehr, wo irreparable Defekte und Schäden auftreten, bereits nach fünfzig Jahren erreicht sei.-

Als tiefgläubiger Mensch und Christ betrachtete C. F. von Weizsäcker, der die Kraft des Glaubens und der Religion aus eigener Erfahrung gut kannte, den Weg über eine Weltversammlung und Vereinigung aller Christen, die sich gemeinsam und koordiniert für die „Bewahrung der Schöpfung“ in Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, als den eigentlich erfolgversprechenden und wirkmächtigen Weg.

Auch er betrachtete also den viel zu lang andauernden und zudem resultatarmen Weg über die UNO mit großer Sorge und unterbreitete darauf hin diesen alternativen Vorschlag. Seiner Ansicht nach wären die christlichen Kirchen sehr schnell zu einem Konsens in dieser Angelegenheit fähig und könnten in der Folge danach auch alle anderen Kirchen und Religionen zu einem intensiven Dialog und Kooperation einladen, zwecks einer gemeinsamen Arbeit zur Bewahrung von Gottes Schöpfung, also der Erde und ihren Lebewesen.

Sicherlich, auf der Grundlage e i n e s gemeinsamen Glaubens ließe sich in kürzerer Zeit ein Konsens darüber erzielen, was zu tun sei. Und das Besondere und Pikante an diesem Vorschlag ist der Versuch, die Macht des Staates bzw. der Staaten zu durchbrechen. Aufgrund dieses Ansatzes gelänge es, die Kraft von mehr als zwei Milliarden Christen zu konzentrieren, die aus mehr als sechzig kleineren und größeren Staaten stammen.

Jedoch, über die Möglichkeit sich mit den Menschen anderer Religionen relativ schnell zu verständigen, darüber macht sich v. Weizsäcker sicherlich die größten Illusionen.

Je stärker nämlich eine Religion und ihr Glaube eine Gemeinschaft zu ver-binden vermag, um so gravierender trennt sie auch von anderen Glaubensgemeinschaften. So hat sich historisch bisher gezeigt, dass ein Volk in der Fremde, das hauptsächlich von Gläubigen eines anderen Glaubens umgeben ist, nur durch das strenge Festhalten an seinem spezifischen Glauben über Jahrhunderte seine Identität zu bewahren vermag.

N. B. Als Freunde von - F. N. - stehen wir diesem Vorschlag selbstverständlich skeptisch und ablehnend gegenüber, weil wir das Christentum eher als Teil des Problems und  n i c h t  als Teil der Lösung begreifen.-

A b e r angesichts der großen und singulären Gefahrenlage, in der sich das Leben auf der Erde befindet, sind wir s o f o r t bereit unsere Grabenkämpfe zu beenden und zu vertagen, und allen einsichtigen Menschen guten Willens unsere Hand zu reichen! - -

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Zu Punkt c:

Diesen Weg über Europa zur Erreichung einer weltstaatlichen Einheit betrachten wir als den bisher aussichtsreichsten.

Der europäische Einigungsprozess verläuft zwar in den vergangenen sechzig Jahren sehr langsam, schwerfällig und mühsam, birgt aber auf Dauer das größte Potential und ist die beste und vor allem die

e i n z i g e und auch l e t z t e Möglichkeit, Aussicht und Hoffnung auf einen dringend notwendigen Erfolg, um das Leben auf der Erde in seiner Gesamtheit zu retten, zu bewahren und zu sichern. -

Es  w a r  und  i s t  die Jahrtausendaufgabe der Neuzeit - beginnend mit der frühen Renaissance - die lange verschüttete h o h e  Kultur der Antike erneut zu entdecken und das zerrissene Band wieder zu knüpfen u n d zu einem neuen europäisch-planetaren Höhepunkt zu führen. -



In einer geradezu schicksalhaften Gleichzeitigkeit ist mit diesem in der Zukunft zu erwartenden kulturellen Höhepunkt - dem „Mittag des Lebens“ - F. N. - a u c h das Sein oder Nicht-Sein des Lebens aller höher entwickelten Lebewesen auf der Erde an das erfolgreiche Wachsen und Gedeihen des von Europa ausgehenden weltweiten Integrationsprozesses geknüpft! -



Das langsam sich erweiternde und irgendwann erdumspannende wunderbare Haus Europa bildet die l e t z t e reale Hoffnung auf ein Überleben des höher entwickelten Lebens auf der Erde.

Scheitert dieser überaus schicksalhafte und über alle Maßen wichtige von Europa ausgehende Einigungsprozess, wird der Mensch s i c h

s e l b s t – sogar ohne einen mit modernsten Waffen ausgetragenen Weltkrieg – u n d auch die Lebensgrundlage für die meisten anderen höher entwickelten Lebewesen noch vor Ablauf dieses Jahrhunderts vernichten.-

Danach wird die ruinierte und verwüstete Erde nur noch ein idealer Ort für Viren, Bakterien, Moose, Farne und Pilze … sein! -

Wie ich eingangs im ersten Aphorismus über den Krieg bereits erläuterte, tritt nun in zunehmendem Maße der mit ökonomischen Mitteln ausgetragene Kampf an die Stelle des bisherigen Krieges, weil die atomaren Waffen den traditionell ausgetragenen Krieg ad absurdum geführt haben.

Bei diesem überwiegend wirtschaftlichen Kräftemessen verlängert sich sowohl die Dauer der Auseinandersetzung auf viele Jahrzehnte als auch der Grad der ganzheitlichen Konfrontation.

Nun tritt das gesellschaftlich-staatliche System in seiner Gesamtheit mit einem oder mehreren anderen Staaten oder Staatenvereinigungen und ihren jeweiligen Systemen in einen umfassenden, langen und zähen Wettstreit.

Somit ist es gerechtfertigt und auch geboten, von einem bisher in der Geschichte noch nie in diesem Grade dagewesenen t o t a l e n „Krieg“, bzw. Kampf zu sprechen - im Guten wie im Schlechten!-

Alle individuellen und gesellschaftlichen Kräfte werden nun mobilisiert und angespannt und kommen alle zum Einsatz und zur Geltung.

Dies führt auf Dauer zu einer immer umfänglicheren und schnelleren Beschleunigung a l l e r existierenden Entwicklungsprozesse - angefangen von denen auf der materiellen bis hinauf zur geistigsten Ebene - aber gleichzeitig auch zu ungeheuren negativen und destruktiven Folgen für die Natur der gesamten Erde.-

Wenn also dieser weltweit geführte Kampf in Form eines ökonomisch-technischen Ringens der zweihundert Staaten mit ihren Weltkonzernen - von denen einzelne eine größere ökonomische Macht verkörpern, als kleinere und sogar mittelgroße Länder innehaben - sich immer weiter ausweitet und e s k a - l i e r t, ohne eine wirksame weltweite Regulierung und Zügelung dieser zunehmend mächtiger werdenden Kräfte, wird voraussichtlich die Lebensgrundlage auf der Erde noch vor dem Ende dieses Jahrhunderts unwiderruflich zerstört sein.-

Nirgendwo sonst auf der Erde, als auf unserem europäischen Kontinent, gibt es so zahlreiche Völker mit ihrer mehrere Jahrhunderte alten gemeinsamen Kultur und Geschichte.

Diese geschichtliche Macht- und Staaten-Konstellation war und ist in Europa einzigartig auf der Welt.-

Wenn solch eine letzte Zukunfts-Hoffnung zur Rettung und Bewahrung des irdischen Lebens in Asien, Amerika, Afrika oder sonst wo bestünde und eine realistischere Chance als Europa böte, das oben fixierte Ziel einer Erdregierung oder eines Weltstaates zu realisieren, wären wir sofort bereit umzudisponieren. Aber leider haben die Menschen auf der Erde so eine Alternative und Wahl nicht, weil bereits bisher viel zu viel Zeit ungenutzt vergangen ist und vertan wurde, ohne die entscheidenden und rettenden Taten zu vollbringen.-


Zu bedenken gilt, dass selbst eine Verzögerung dieses von Europa ausgehenden, weltweiten Einigungsprozesses von zwei, drei Jahrzehnten einen millionenfachen Tod von Menschen, Pflanzen und Tieren zusätzlich verursachen wird.-


Die Supermächte bevorzugen naturgemäß, aus ihrer superioren Macht heraus, überwiegend Staatenbündnisse, in denen sie der Hegemon sind und als solcher agieren und die Richtung und mehr bestimmen wollen.

Das Besondere am europäischen Einigungsprozess aber ist, dass sich mehrere ungefähr gleich mächtige Mittelmächte zusammenschließen, um zu verhindern, nicht mehr n u r als Spielbälle der Großmächte zu fungieren und somit ihre eigenen Interessen eigenständig und wirksam in der Welt vertreten zu können.

Den eigentlichen Kern von Europa bilden Frankreich und Deutschland, gefolgt von Italien, Großbritannien, Polen, Spanien etc.

Wenn nun ein kleineres Land, wie beispielsweise Griechenland oder Rumänien, vor der Wahl stände, sich für ein Engagement in einem Staatenbündnis mit einem alles dominierenden Hegemon zu entscheiden oder einem Zusammenschluss von Mittelmächten beizutreten, fällt so einem relativ kleinen Land die Wahl sicherlich nicht schwer. Im ersten Fall läuft es Gefahr, sich fast voll-ständig dem alles überragenden und bestimmenden Staat zu unterwerfen, während es in der anderen europäischen Konstellation eine bedeutend bessere Möglichkeit hat, seine spezifischen Interessen zu verwirklichen.


Und – ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Ohne den dauerhaften übermächtigen Druck der Supermächte hätten die mittleren Mächte in Europa nicht die große zur Vereinigung notwendige Kompromiss-Bereitschaft mobilisieren können!

E x a k t dieser anhaltende und umfassende politisch-wirtschaftliche Druck zur sinnvollen, vorteilhaften und notwendigen Bildung einer Staaten-Vereinigung fehlt in der Regel bei sonstigen globalen Unternehmungen wie der UNO, G20 sowie anderen Vereinigungsversuchen.

Die europäische Union kann und sollte mit jedem großen Land oder einem anderen bereits existierenden Staatenbund w i r t s c h a f t l i c h in der Form eines Freihandelsabkommens oder einer -zone kooperieren, aber auf k e i n e n Fall zu einem zu frühen und ungeeigneten Zeitpunkt dieses Land als voll berechtigtes Mitglied aufnehmen.

Mit solch einer verfrühten Aufnahme würde ja Europa sein bisheriges attraktives und charakteristisches Alleinstellungsmerkmal einbüßen und sich erneut einer Dominanz eines Hegemons aussetzen! -

Je größer ein Land ist und je politisch und wirtschaftlich mächtiger ein Staat ist, desto später darf und kann er nur als vollwertiges Mitglied in der Europäischen Union aufgenommen werden, gleichgültig in welchem Maße dieses Land mit den europäischen Grundsätzen übereinstimmt.

Warnender Hinweis:

Ganz deutlich und konkret: China, die USA, Indien, Japan, Russland, etc.

m ü s s e n, gemäß der Natur und Logik der Sache zu den

l e t z  t e n Beitrittskandidaten gehören, die dem Haus Europa beitreten! -

__________

Zu Punkt c 1:

Als begeisterter Europäer, der sogar den Begriff des „guten Europäer“ prägte, schlägt Nietzsche in Verbindung mit dem vereinigten Europa und sogar auf dessen Grundlage die zusätzliche, nach seiner Ansicht, unbedingt lebens- und überlebensnotwendige Gründung einer „Partei der Freunde des Lebens“ vor.

"Wir als die Erhalter des Lebens. (…)
Wenn wir nicht uns selber erhalten, geht Alles zu Ende.
Uns selber durch eine Organisation.

Die Freunde des Lebens.“

In dieser Organisation sollten sich die Freunde des Lebens und vor allem die auf der ganzen Welt und in allen Völkern verstreut lebenden freien Geister zusammenschließen, um in enger Weise besser und effektiver kooperieren zu können.

In einer solchen Institution sollten sich die Freunde des Lebens in einer wirkungsvolleren Weise den Interessen und Problemen des Lebens auf der Erde in ihrer Ganzheit widmen. -

In dieser überwiegend geistigen Organisation arbeiten außergewöhnlich gebildete und überaus fähige Persönlichkeiten zusammen, die mit ihrem Anliegen weit ü b e r und j e n s e i t s der Völker, Staaten und deren Interessen stehen, leben und wirken. - -

Mit mehreren hundert bis wenigen tausend Mitarbeitern erarbeiten und entwickeln sie Ideen, Konzepte, Lösungen etc. und versuchen den

i n t e l l e k t u e l l notwendigen und überaus dringend benötigten Hauptbeitrag zu l i e f e r n.

Gleichzeitig verkörpert diese Institution eine Art „höchstrichterliche“ geistige Instanz, gleichsam einen Areopag des Geistes -

eine Gesellschaft – eine Organisation – einen Rat

des Geistes, der Bildung und der Kultur

der Welt!

Zwecks Verwirklichung dieser Aufgabe ist es notwendig, sich zuerst und vorrangig an die noch relativ kleine Schar von Individuen zu wenden, die sich aufgrund ihrer persönlichen Entwicklung aus dem Banne oder dem Bannkreis ihres jeweiligen Volkes oder ihrer Nation befreit haben: die

f r e i e n   G e i s t e r ! -

Gleichzeitig gilt es auch, alle anderen noch volksgebundenen und von ihrem Volk noch abhängigen Menschen - des guten und einsichtigen Willens - von einer Mitarbeit an dieser über alle Maßen wichtigen und übergeordneten Aufgabe zum Schutz und Sicherung des Lebens in seiner Ganzheit auf der Erde zu überzeugen. -

*

In großer Sorge und Trauer richte ich aus meiner Einsamkeit heraus

h i e r ein letztes Wort und eine eindringliche Bitte an alle Menschen, – besonders an Menschen mit einer überwiegend nationalen Gesinnung.

Wenn die Feinde und Gegner von Europa – sowohl in als auch außerhalb von Europa - sich wirklich der Tatsache bewusst wären, dass das Sein o d e r Nicht-Sein – Leben o d e r Tod - des gesamten Lebens auf der Erde auf Gedeih und Verderb an den europäischen Einigungsprozess geknüpft ist – wie wir in kurzer, verständlicher und eindringlicher Form nachzuweisen versuchten - würden sie sich wegen ihrer bisherigen Uneinsichtigkeit und ihres mangelnden Verständnisses schwere Vorwürfe machen.

B i t t e , b e s i n n t  E u c h – das Glück und Wohlergehen des eigenen Volkes und Vaterlandes kann n i e m a l s höher stehen und wertvoller sein, als das Leben in seiner Gesamtheit auf der Erde - so viel stand noch nie auf dem Spiel – noch ist Zeit sich zu besinnen, obwohl sie schnell abläuft u n d drängt!-

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4gifs:

Clever dog returns home. [video]

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Sonnenscheindauer

Sonnenscheindauer

allthingseurope:

Strahov Monastery, Prague (by Rudolf Moerkl)

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Strahov Monastery, Prague (by Rudolf Moerkl)


thelovelyseas:

Manta ray, San Benedictos by cathm2 on Flickr.
vacilandoelmundo:

Mont Saint-Michel, France
649 Mal abgespielt

leadingtone:

Chopin
Mazurka in B-flat minor,
Op. 24 Nº. 4

Vladimir Ashkenazy

dayfour:

Corse island / This Envisat composite image shows the French island of Corsica, one of the largest islands in the Mediterranean Sea. 

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Corse island / This Envisat composite image shows the French island of Corsica, one of the largest islands in the Mediterranean Sea. 

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dailyclassicalmusic:

Composer: Claudio Monteverdi (1567 - 1643)

Work: Ave Maris Stella from Vespro dalla Beata Virgine (1610)

Performer: The Monteverdi Choir, His Majesty’s Sagbutts & Cornetts, The English Baroque Soloists; conducted by John Eliot Gardiner